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Fledermäuse gehören neben den Nagern zu den artenreichsten Gruppen. Die meisten von ihnen sind nachtaktiv und ernähren sich von Insekten. Obwohl sich Nachttiere in der Regel durch große Augen auszeichnen, besitzt die Fledermaus sehr winzige, ja geradezu kümmerliche Augen. Wie können sie also Insekten finden, die ja bei weitem nicht alle so lautstarke Fluggeräusche erzeugen wie beispielsweise Hummeln oder Fliegen. Die Fledermäuse stoßen während ihres Suchfluges fortlaufend Schreie aus und hören auf deren Echo. Insektenfressende Fledermäuse verwenden dabei sehr hohe Laute, die Menschen nicht mehr hören können und die als Ultraschall bezeichnet werden. Aber eigentlich machen
viele Fledermausarten einen solchen Krach, daß man ihn mit Presslufthämmern vergleichen könnte. Eine Gruppe von Fledermäusen stößt die Schreie durch den leicht geöffneten Mund aus, während eine andere Gruppe dazu ihre Nasen verwendet, die eigenartige und
hufeisenförmige Aufsätze tragen. Dies führte zu dem Namen Hufeisennasen, das Nasenblatt, das dem Tier sein skurriles Aussehen verleiht, dient als eine Art Megaphon, da es gerade die Tonhöhen von 80 bis 100 kHz verstärkt. So macht sich die Fledermaus ein Hörbild ihrer Umgebung. So kann sie also mit ihrem leistungsstarken Gehör ein interessantes Echo entdecken, welches beispielsweise von einem Falter oder einem Käfer reflektiert wird. Die Fledermaus misst aus der Dauer, die der gesendete Schall braucht, um als Echo wieder gehört zu werden, die Entfernung ihres Beutetieres.